Liebe Kolleginnen und Kollegen,
niemand ist perfekt – auch wenn wir im Alltag oft so tun. Viele versuchen, ihre Schwächen zu überspielen oder unter eleganten Ausreden zu verstecken. Dabei sind es gerade unsere Unzulänglichkeiten, die uns menschlich und sympathisch machen. Im Buch Menschengewinner zeigt Robert Spengler, wie viel Vertrauen und Nähe entsteht, wenn wir den Mut haben, zu unseren kleinen Fehlern zu stehen.
Das Prinzip: Wer Schwächen zeigt, gewinnt Vertrauen
Ob es Unpünktlichkeit ist, ein gewisser Ordnungsmangel oder das Bedürfnis, alles perfekt machen zu wollen – fast jeder hat Eigenschaften, die er lieber verbergen möchte. Doch wer offen damit umgeht, signalisiert Selbstreflexion und Souveränität. Die Szene im Kapitel zeigt das eindrücklich: Stefanie kommt zu spät zum Spieleabend – nicht zum ersten Mal. Statt es ehrlich zuzugeben, liefert sie eine umständliche Ausrede. Das Ergebnis: Die Freunde sind genervt, das Vertrauen leidet – und niemand fühlt sich ihr wirklich verbunden.
Hätte sie stattdessen offen gesagt: „Es tut mir leid, ich habe es wieder nicht pünktlich geschafft. Ich weiß, es nervt – und ich arbeite daran“, hätten ihr die anderen sicher schneller verziehen. Denn wer zu seinen Schwächen steht, wirkt authentisch. Und genau das macht echte Verbindung aus – im Freundeskreis genauso wie im geschäftlichen Alltag.
Was wir daraus für unsere Lotto-Annahmestelle lernen können
Auch im Kundengespräch müssen wir nicht makellos auftreten. Es kommt nicht darauf an, alles perfekt zu wissen oder fehlerfrei zu agieren – sondern ehrlich, zugewandt und menschlich zu bleiben. Wenn Sie sich verhaspeln oder eine Spielregel nicht parat haben, sagen Sie einfach: „Da bin ich gerade unsicher – ich schau es kurz für Sie nach.“ Das schafft Vertrauen. Kunden merken, dass Sie offen sind – nicht perfekt, aber bemüht. Und das zählt oft mehr als jedes Fachwissen.
Praxis-Tipps: So machen Sie aus kleinen Fehlern große Wirkung
Günther Kraus berichtet aus seiner Erfahrung
Mir ist das an der Theke einmal passiert: Ein Kunde fragte nach einem neuen Spiel, und ich hatte die Details gerade nicht parat. Früher hätte ich versucht, mir irgendetwas zusammenzureimen. Diesmal habe ich ehrlich gesagt: „Da bin ich gerade raus – ich frage kurz nach und ruf’s auf dem Bildschirm auf.“ Der Kunde hat gelächelt und gesagt: „Gut zu wissen, dass auch Sie mal nicht alles wissen.“ Das Gespräch wurde richtig locker – und er kam am nächsten Tag wieder.
Seitdem weiß ich: Kunden erwarten keine Maschinen. Sie schätzen echtes Interesse, Freundlichkeit – und dass man auch mal über sich selbst schmunzeln kann.
Fazit
Schwächen machen uns nicht klein, sondern greifbar. Wer lernt, sie nicht zu verstecken, sondern sie anzusprechen und mit einem Augenzwinkern anzunehmen, gewinnt: an Vertrauen, an Sympathie – und oft auch an echter Verbindung. Seien Sie also ruhig unperfekt. Das macht Sie menschlich – und nahbar.
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Autor: 26.03.2025
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